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Special: TCM

// FILMREVIEW

Sukiyaki Western Django (ofdb)

Originaltitel/Alternativ:
Sukiyaki uesutan: Jango
Land/Jahr: Japan, 2007
Regie: Takashi Miike
Darsteller: Hideaki Ito, Masanobu Andô, Kôichi Satô, Kaori Momoi;
Altersfreigabe: FSK ab 18
Laufzeit (ca.): 95 Min.
 

Inhalt:
Zwei verfeindete Clans - die Genji und die Heike - sind seit Jahren im Konflikt miteinander. Sie sind im Kampf un einen geheimnisvollen Goldschatz, den jeder für sich erbeuten möchte.
Eines schönen Tages kommt ein mysteriöser Fremder in die Gegend und zieht die Aufmerksamkeit beider Gruppen auf sich. Er ist sehr geschickt an der Waffe und hat mit dem Töten keinerlei Probleme. Dieser Mann ist sogar so interessant, dass beide Clans ihn gerne auf ihrer Seite haben möchten. Doch keiner erkennt, dass der Fremde nur für sich arbeitet und niemandem Untertan ist...


Fazit:
Wenn sich zwei - im positiven Sinne - verrückte Filmemacher wie Takashi Miike und Quentin Tarantino zusammen tun, kann nur ein abgedrehter Film dabei heraus kommen. "Sukiyaki Western Django" klingt ja schon sehr nach einem Western-Film, doch erwartungsgemäß unkonventionell geht es hier zur Sache.

Das Szenario ist schon sehr überzeichnet dargestellt und vor allem die Figuren sind äußerst schräg. So ballern Cowboys in optisch bester Punk-Manier um sich und erwecken einen beinahe schon Parodie -mäßigen Eindruck. Die gelegentlich etwas schwächelnde Geschichte rückt oft in den Hintergrund und lässt den knalligen Figuren ihren Freiraum. Mit netter Action lenkt man von der stellenweise etwas langweiligen Inszenierung ab und hebt immer wieder das Unterhaltungsniveau an. Ohne Skrupel bedient man sich bei anderen Genre-Klassikern und sorgt hierdurch immer wieder für nette Déjà-vu- Effekte. Von gemalten Pappkulissen - die man wohl bewusst erkennen soll - bis zu materialistischen Duellen ist alles Bekannte enthalten. Mal mehr, mal weniger übertrieben - selbstverständlich.

Tarantino mimt den mysteriösen Fremden recht ordentlich, obwohl sein Spiel - wie auch bei früheren Filmen - eher Geschmackssache ist. Ich sehe ihn recht gerne und empfand sein Zutun hier sehr nett und sicherlich nicht minder Werbeträchtig für eine japanische Produktion.

Technisch gibt Miike wieder alles und präsentiert das Geschehen mit interessanten Kamerawinkeln und besonders krassen Farbtönen. Man hat immer wieder tief in den Farbeimer gegriffen und die angesprochen bekannten Elemente wirken teils sehr befremdlich - aber ungemein interessant. Ansonsten sind Schusswechsel und Explosionen nett gemacht und geben keinen Grund zur Klage.

Ich mag sowohl Produktion von Miike, als auch Werke von und mit Tarantino, doch mit "Sukiyaki Western Django" bin ich mir etwas unschlüssig. Vielleicht liegt es daran, dass ich (außer mit dem "Schwarzen Falken") nicht viel mit Western anfangen kann und zumeist eher einen Bogen um solche Streifen mache. Klar ist allein die eigensinnige Aufmachung einen Blick wert, doch als neue Referenz würde ich das Gezeigte nicht betrachten. Unterm Strich war es ein netter Ausflug mit ein paar kleineren Längen und halbwegs ordentlichen Erzählfluss. Asienfreunde mit Sympathie für das Western-Genre sollten ruhig einen Blick wagen und sich von vorn herein auf ein knallbuntes Spektakel einstellen. Ich hab schon schlechtere Werke Von Miike gesehen und irgendwo bin ich für die gezeigte Abwechslung schon dankbar.


Wertung:
6/10


Review-DVD: universum film (deutsche RC2 DVD)
Testsprache:
Deutsch/5.1 (Englisch/5.1 ebenfalls enthalten)


Bemerkungen:

-


Trailer:
 


Eingetragen von: Silverfox1982
Datum: 31.05.2009

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