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Special: TCM

// FILMREVIEW

Sympathy for Lady Vengeance (ofdb)

Originaltitel/Alternativ:
Chinjeolhan geumjassi
Land/Jahr: Südkorea, 2005
Regie: Park Chan-wook
Darsteller: Choi Min-sik, Lee Yeong-ae, Lee Seung-shin, Bae Du-na;
Altersfreigabe: CAT III
Laufzeit (ca.): 115 Min.
 

Inhalt:
Die 19jährige Geum-ja wird wegen Mordes an einem kleinen Jungen zu 13,5 Jahren im Gefängnis verurteilt. Diese lange Zeit war nicht immer einfach, doch endlich ist sie wieder auf freiem Fuß.
Der Start in das neue Leben gelingt zunächst auch ganz gut. Sie erhält einen Job in einer Bäckerei und gibt sich ganz unscheinbar. Ein wichtiges Ziel ist die Suche nach ihrer kleinen Tochter, die sie damals zu Haftantritt an eine Pflegefamilie abgeben musste. Das Wiedersehen bereitet Geum-ja durchaus Freude, doch stehen Sprachprobleme zwischen ihnen. Ihre Tochter wurde nämlich von Australiern aufgezogen und versteht kein koreanisch.
Doch neben all den schönen neuen Momenten und den tragischen Rückblenden in die Vergangenheit, sinnt Geum-ja vor allem nach Einem: Rache an ihren damaligen Peinigern...


Fazit:
Mit Sympathy for Lady Vengeance kommt endlich der dritte Teil der "Rache-Trilogie" von Park Chan-wook ins Heimkino. Die ersten beiden Teile (Sympathy for Mr. Vengeance und Oldboy) waren bereits sehr gut und meine Erwartungen waren dadurch entsprechend hoch. Ich wurde zwar nicht total enttäuscht, doch habe ich mir dennoch mehr erhofft.
Die Geschichte geht soweit in Ordnung. Sie liefert einen interessanten Rahmen für die Handlungen unserer Hauptfigur. Diese machte ihre Sache sehr gut und verkörperte ihre Emotionen glaubwürdig. Ebenfalls gut gelungen fand ich die geschickte Erzählweise mit Sprüngen von Gegenwart und Vergangenheit. Nette Kameraeinstellungen und ungewöhnliche, surreale Sequenzen machten Freude. Die musikalische Begleitung stimmte ebenso.
Eigentlich zielte alles auf eine sehr hohe Wertung ab, doch irgendwie fehlte mir der letzte Kick. Die Hauptdarstellerin war ausgezeichnet, die Erzählweise gut, die Inszenierung toll, doch packte mich das Geschehen nicht immer an den Bildschirm.
Eine moralische Frage tat sich zwar im Hinterkopf auf, doch letztendlich betrachtete ich den Film als Unterhaltung, die nicht immer so ganz flüssig verlief. Eine Diskussion über gerechtfertige Rache - oder auch nicht - möchte ich gar nicht erst entfachen.
Zog sich bei Oldyboy ein übersichtlichrer roter Faden durch die ganze Geschichte, so verlor ich hier stellenweise ein wenig das Interesse an der Story.
Unterm Strich ist Sympathy for Lady Vengeance zwar kein Meisterwerk, doch ein sehr gelungener Abschluss einer durchwegs hochwertigen Trilogie. Fans der Vorgänger werfen selbstredend ein Blick auf dieses Machwerk, alle anderen bekommen einen guten Vertreter des asiatischen Rachefilms. Sind zwar mittendrin einige Längen zu verzeichnen, so stimmen schöne Bilder und ein rührendes Finale doch wieder zufrieden.
Mir persönlich hat zwar Oldboy etwas besser gefallen, doch wandert dieser Streifen auch gerne in die Sammlung. Da sich (zumindest in meiner Region) der offizielle deutsche Kinostart verzögerte (oder das Teil dann wohl gar nicht mehr anläuft), blieb nur ein Griff zur ordentlichen Import-DVD.

Wertung:
7,5/10

Testsprache: Koreanisch + englische Untertitel

Bemerkungen:

-

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Eingetragen von: Silverfox1982
Datum: 28.01.2007

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