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// FILMREVIEW

Hostel 3 (ofdb)

Original-/Alternativtitel: Hostel: Part III
Land, Jahr: USA, 2011
Regie: Scott Spiegel
Darsteller: Thomas Kretschmann, Kip Pardue, John Hensley, Sarah Habel;
Altersfreigabe: SPIO/JK: keine schwere Jugendgefährdung
Laufzeit (ca.): 84 Min.


Inhalt:

Für einen unvergesslichen Junggesellenabschied reisen ein paar Freunde kurz vor der großen Hochzeit nach Las Vegas und feiern ausgiebig mit Glückspiel, Frauen und Alkohol. Als einer von Ihnen am nächsten Morgen nicht im Hotel anzutreffen ist, macht man sich Sorgen. Mühevoll versucht man den letzten Abend zu rekonstruieren und klappert die besuchten Locations ab. Sie wagen sich dabei in zwielichtige Stadtteile und machen schon bald unliebsame Bekanntschaft mit finsteren Schergen...



Fazit:

Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich mir von "Hostel 3" überhaupt Nichts versprochen und wurde am Ende doch relativ positiv überrascht. Während der erste Teil ja immerhin noch mit einem netten Grundkonzept und deftigen Einlagen auftrumpfen konnte, so stellte sein direkter Nachfolger schon eine recht dreiste Kopie ohne nennenswerten Mehrwert da. Nun die Location von Teil 3 nach Amerika - passender weise sogar direkt in den Sündenfull Las Vegas - zu verlegen war zwar im Vorfeld belächelenswert und erinnerte streckenweise gar an ein "Hangover", aber ist doch gar nicht so mieß wie befürchtet geworden.

Die Geschichte ist simpel, bemüht sich zwar um einige Wendungen - kann bestenfalls als "nett" abgestempelt werden. Der Begin ist relativ gemächlich und ließ schon Schlimmeres befürchten, doch mit den ersten "Metzel-Shows" kommt sichtlich Schwung in die Sache. "Hostel 3" wurde sogar so Etwas wie Kurzweilig und unterhielt überraschend gut. Niemals auf höchsten Niveau, aber für einen witzigen Abend absolut geeignet.

Bei den Schauspielern gab es immerhin ein paar bekannte Gesichter wie John Hensley (Matt McNamara aus Nip/Tuck) oder unseren Allrounder Thomas Kretschmann. Beide bekleckern sich jetzt nicht mit Ruhm, liefern auf passende Weise ein angenehmes Spiel und sorgten hin und wieder für kleinere Schmunzler. Etwas mehr Hochglanz hätte ich mir bei manchen Effekten versprochen, doch für eine wahrscheinlich recht günstige gehaltene Produktion musste man sich mit ausreichenden Computeranimationen und Masken abfinden.

Man kann Fortsetzungen (gerade wenn sie direkt für den Videothekenmarkt produziert werden) verfluchen und mit Ignoranz abstrafen - was in vielen Fällen auch ein sehr geeigneter Weg ist - aber bei manchen Vertretern darf ruhig mal einen Blick wagen. "Hostel 3" war so ein Ding - welches sicherlich in jeder Hinsicht seinen Vorgängern nachsteht, dennoch unerwartet spaßig ausfiel und den Filmabend charmant bereicherte. Trotz technischer Abstriche und allgemeiner Innovationsarmut ist dieser Titel besser als zunächst vermutet. Genrefans dürfen also ruhig mal einen Blick wagen.


Wertung:
6,5/10

Review-Blu-Ray: Sony Pictures
Testsprache:
Deutsch/5.1



Eingetragen von: Silverfox1982
Datum: 21.01.2012

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